Mittwoch, 25. Juli 2007

Prozess um Steuerbescheid

Im Prozess um einen fälschlich ausgestellten Steuerbescheid über 2,1 Milliarden Euro hat das Landgericht München I einen Vergleich vorgeschlagen. Demnach soll der Freistaat 15.000 Euro zahlen, weil das Finanzamt München II die unberechtigte Forderung nach einem Einspruch nicht umgehend korrigierte. Korrekterweise hätte die Münchner Kioskbesitzerin 108,82 Euro bezahlen müssen.

Die Steuerbehörde hatte von der Kioskbetreiberin für einen einzigen Monat 2,1 Milliarden Euro Umsatzsteuer gefordert. Um diesen Betrag zu erreichen, hätte sie beispielsweise zehn Milliarden Wurstsemmeln verkaufen müssen. Selbst als die Geschäftsfrau telefonisch auf den offensichtlichen Fehler hinwies, blieb das Finanzamt zunächst bei dem abwegigen Bescheid und korrigierte ihn erst, als die Frau mit Hilfe von Steuerberater und Rechtsanwalt Einspruch eingelegt hatte.

Dass die Sachbearbeiter zunächst auf stur stellten, ist für den Freistaat fatal, denn der Einspruch des Steuerberaters war teuer: Sein Honorar für den Brief an das Finanzamt berechnet sich gemäß der geltenden Gebührenordnung nach dem sogenannten Streitwert; in diesem Fall wären das mehr als 2,5 Millionen Euro plus Mehrwertsteuer.
Anwälte fordern hohen Schadensersatz

Um nicht noch zusätzlich hohe Prozesskosten fürchten zu müssen, hat die Frau ihren Anspruch an den Steuerberater und einen Rechtsanwalt abgetreten, die den Freistaat auf 600.000 Euro Schadensersatz verklagt haben. Vor Gericht erklärten die Kläger, sie würden sich mit 300.000 Euro zufrieden geben. Ob die Parteien den Vergleichsvorschlag des Gerichts annehmen, müssen sie bis zum 29. August entscheiden.

Wie genau es zu der Panne beim Finanzamt München II kommen konnte, teilte das Bayerische Finanzministerium mit Verweis auf das Steuergeheimnis nicht mit. Die Behörde räumte aber Fehler ein und betonte, man habe die internen Abläufe nun verbessert.

Donnerstag, 19. Juli 2007

Kranke Großmutter auf Müll geworfen

In Indien ist eine kranke 75-jährige Großmutter auf dem Müll gelandet – offenbar auf Anweisung ihrer eigenen Familie.

Eine Frau wurde im südlichen Bundesstaat Tamil Nadu (Indien) von Anwohnern mitten in einem Abfallhaufen gefunden, berichtete eine an ihrer Rettung beteiligte Hausfrau am Donnerstag. Mit Hilfe ihres Mannes habe sie die alte Dame zu sich nach Hause genommen, ihr zu essen gegeben und sie dann den Mitarbeitern einer Wohltätigkeitsorganisation übergeben.

Nach ihren eigenen Schilderungen sei die 75-Jährige auf Anweisung ihrer eigenen Tochter auf den Müll geworfen worden. Die Tochter habe demnach ihre Söhne angewiesen, die Großmutter wegzuschaffen. Diese hätten die alte Frau dann in einem normalerweise für Tierfutter benutzten Transporter fortgeschleppt. Ihren Instruktionen gemäß seien sie besonders weit gefahren, damit die alte Frau nicht den Weg zurück nach Hause habe finden können. Der Familie droht nun die Strafverfolgung.

Zunächst bemühten sich die Behörden nach Auskunft eines Sprechers aber darum, die Familie überhaupt ausfindig zu machen. Dies wurde dadurch erschwert, dass die Großmutter die Adresse nicht kannte.

Sex und Saufen in der Kirche

Sie saufen und nehmen Drogen, dann terrorisieren sie die Gläubigen in der Husumer Marienkirche: Eine Jugendbande sorgt für große Empörung in der Hauptkirche des Ortes in Schleswig Holstein. Sie werfen mit Bibeln und Kerzen um sich. Doch das ist noch nicht die dreisteste Schandtat.

Eine etwa zehnköpfige Jugendbande hat seit April die Gläubigen in der Husumer Marienkirche terrorisiert, dem wichtigsten Gotteshaus der Stadt. Die Jugendlichen drangen regelmäßig während der Besuchszeiten in die Kirche ein, warfen mit Bibeln und Kerzen, bedrohten Gemeindemitglieder, ließen sich nackt auf dem Altar fotografieren und hatten öffentlichen Sex in einem Nebenraum. Dies teilte der stellvertretende Kirchenvorsteher Volker Articus auf Anfrage der Nachrichtenagentur AP mit. "Es handelt sich um sieben bis zehn Jugendliche, die auf dem Platz vor der Kirche Alkohol und Drogen nehmen und dann Unheil anrichten, sagte er. Da die Jugendlichen noch nicht strafmündig seien, könne die Polizei ihnen nur schwer beikommen, sagte Articus über die Gruppe, die auch Türen und Schubladen in der Kirche aufgebrochen habe.

Jetzt habe die Stadt aber eine neue Satzung erlassen, wonach Alkoholkonsum auf dem Platz vor der Kirche verboten sei. Außerdem habe die Gemeinde ihre Mitglieder aufgefordert, bei der Bewachung der Marienkirche zu helfen, weil die meist älteren Herrschaften vom freiwilligen Besucherdienst mit den aggressiven Jugendlichen überfordert seien, sagte Articus. Eine Schließung der bei Touristen beliebten 174 Jahre alten Kirche sei aber nie in Frage gekommen, sagte der Kirchenvorstand: "Man kann nicht sagen, die Marktkirche überlassen wir den Vandalen", sagte er. Die Husumer Marienkirche gilt als Hauptwerk des Klassizismus in Schleswig-Holstein.

Mittwoch, 18. Juli 2007

Dicke Dinger

Bild, wo sonst:

Debora zu sexy für den Bus

Ausschnitt zu tief, bitte aussteigen! So hübsch stieg Debora C. (20) in den Linienbus – und verwirrte den Fahrer

Lindau – Debora C. hat das schönste Dekolleté vom Bodensee! Einen Busfahrer machte der tiefe Ausschnitt der Verkäuferin (20) sogar verkehrsunfähig. Busen-Schock im Linienbus!

Als Debora aus Lin-dau morgens um neun Uhr in die Buslinie 1 einstieg, trug sie ihr tief ausgeschnittenes Shirt, das ihr Dekolleté so wunderbar betont.

Eigentlich hätte sich der Fahrer freuen können.

Tat er aber nicht ...

Debora: „Plötzlich stoppte er den Bus, öffnete die Türen und schnaubte los: ,Ihr Ausschnitt irritiert mich, wenn ich in den Rückspiegel gucke. Da kann ich mich nicht mehr auf den Verkehr konzentrieren. Wenn sie sich nicht umsetzen, werfe ich sie raus‘.“

Perplex setzte sich die junge Frau auf eine andere Bank.

Debora wütend: „Er hat mich im vollen Bus blamiert und als Schlampe dargestellt!“

Das Busunternehmen dagegen gibt seinem peinlich berührten Fahrer recht.

Nach Paragraf sex – pardon, sechs – der Beförderungsbestimmungen dürfe „ein Fahrauftrag nicht durch Ablenkung die Sicherheit gefährden“.

Ein Sprecher: „Darum ist der Fahrer zu entsprechenden Weisungen an Fahrgäste befugt. Er hat korrekt gehandelt.“

Risiko Dekolleté – das tut weh.

Dienstag, 17. Juli 2007

Mann wirft PC aus dem Fenster

Verzweiflungstat in Hannover: Aus Ärger über Fehlfunktionen schleuderte ein genervter PC-Anwender seinen Rechner aus dem Wohnungsfenster. Der Täter muss keine Strafe fürchten - die Polizei zeigte Verständnis.

Hannover - Was muss das für eine Nacht gewesen sein: Gegen zwei Uhr am Samstagfrüh schreckten die Anwohner der Bütersworthstraße in Hannover aus ihren Betten hoch. Geweckt wurden sie vom Lärm eines zerberstenden Heimcomputers, den ein frustrierter Nachbar aus seiner Wohnung auf die Straße geworfen hatte.

Computerfrust: Ärger mit dem PC ließ einen Hannoveraner zu drastischen Mitteln greifen
Als die eilig herbeigerufene Polizei eintraf, bot sich den Beamten ein seltsamer Anblick. Über die Straße und den Bürgersteig waren Trümmer elektronischer Bauteile verstreut, der PC hatte sich beim Aufprall in seine Einzelteile zerlegt, war nicht mehr als Rechenknecht zu erkennen.

Auf die Frage der Ordnungshüter, was ihn denn zu seiner nächtlichen Aktion getrieben habe, gab der 52-Jährige an, er habe sich einfach über das Gerät geärgert.

Wie ein Polizeisprecher am Montag mitteilte, konnten sich die Beamten offenbar in die Lage des über alle Maße genervten Mannes versetzen und verzichteten darauf, Anzeige zu erstatten. Stattdessen beließen sie es dabei, ihn dazu zu verdonnern, die Überreste seines brutal hingeschlachteten Rechners zu beseitigen.

Mittwoch, 11. Juli 2007

TROTTEL IM ANMARSCH

Hochzeitsgast kommt ein Jahr zu früh

Er schmiss sich in Schale, flog von Kanada nach Großbritannien und freute sich auf die Hochzeit seines Freundes: Doch David Barclay war der erste Hochzeitsgast - und ein ganzes Jahr zu früh. Die Geschichte eines Schussels.

London - Der Lehrer aus Toronto hatte den Atlantik überquert und stellte erst bei seinen Nachforschungen in Cardiff fest, dass der Anlass seiner Reise zwölf Monate später stattfindet. Er sei ein "Trottel", weil er den Hinweis seines Freundes David Best über die bevorstehende Hochzeit nicht näher betrachtet und vor dem Ticket-Kauf keine weiteren Fragen gestellt habe, sagte David Barclay dem Sender BBC.

"Ich kaufte das Ticket, bezahlte 500 Pfund (rund 750 Euro), ließ den Anzug reinigen, den Bart scheren - ich wollte beim Ball richtig auffallen", sagte Barclay. Erst als er den Freund angerufen und nach der Lokalität des Festes gefragt habe, sei der Irrtum aufgeklärt worden.

Best hatte seinem Freund Anfang des Jahres mitgeteilt, er werde am 6. Juli heiraten, ohne hinzuzufügen, dass es sich um den 6. Juli 2008 handle. Obwohl Barclay danach keine formelle Einladung erhielt, machte er sich auf die 5600 Kilometer weite Reise.

Selbst ein Anruf bei der Mutter des Bräutigams, die über das Ereignis kein Wort verlor, machte ihn noch nicht stutzig. "Ich bin ein Jahr zu früh dran, ich bin wirklich ein Trottel", sagte Barclay. "Meine Kumpel haben sich totgelacht." Der zweite Anlauf ist bereits in Planung. "Same procedure", sagte Barclay. Er werde nächstes Jahr erst recht da sein.

Dienstag, 10. Juli 2007

Zwölfjährige ermordete Eltern und Bruder

Ein kanadisches Gericht hat ein Kind des Mordes an ihrer Familie für schuldig befunden. Das Mädchen half ihrem elf Jahre älteren Freund, mit insgesamt 41 Messerstichen Mutter, Vater und den eigenen Bruder umzubringen. Sie wollte sich an ihnen rächen.

Medicine Hat - Kanadas wohl jüngste Dreifachmörderin, die zur Tatzeit gerade einmal zwölf Jahre alt war, wollte nach Ansicht der Geschworenen Rache dafür, dass ihre Eltern ihr Hausarrest erteilt und den Umgang mit ihrem elf Jahre älteren Freund verboten hatten. Der heute 13-Jährigen drohen nach dem Schuldspruch von gestern bis zu sechs Jahre Haft sowie vier Monate auf Bewährung. Das Strafmaß soll am 23. August festgelegt werden.

Richter, Verteidiger und Ankläger waren sich einig, dass der Freund, der sich selbst für einen Werwolf hielt, die 42 und 48 Jahre alten Eltern des Kindes und den achtjährigen Bruder getötet hatte. Das Mädchen soll laut Anklage aber die grausige Tat mit geplant haben und auf ihren Bruder mehrfach eingestochen haben.

Das Mädchen sagte während der einmonatigen Verhandlungen in der Kleinstadt Medicine Hat aus, dass ihr Freund an einem Tag im April 2006 kurz vor Dämmerung in das Haus der Familie eingebrochen sei. Der junge Mann habe die Eltern angegriffen und ihr anschließend befohlen, auf den Bruder mit einem Messer loszugehen. "Ich habe Angst. Ich bin zu jung zum Sterben", soll der Junge um sein Leben gefleht haben, bevor ihm die Kehle aufgeschlitzt wurde.

Seine Leiche wurde später in seinem Zimmer zwischen blutverschmierten Spielzeugen gefunden, die Eltern lagen tot im Keller. Nach der Tat hatte das Mädchen auf der Flucht nach eigener Aussage mit seinem Freund Sex. Am nächsten Tag wurden die beiden in einer Nachbarprovinz schlafend in einem Wagen aufgegriffen. Bei ihnen fanden die Ermittler eine Tasche mit bluttriefenden Kleidungsstücken, Messern und einer Tasche der Mutter des Mädchens.

Der Freund der Verurteilten ist heute 24. Sein Mordprozess steht noch aus.

Israeli experimentiert mit Knielenkung

Die israelische Polizei hat einen Autofahrer dabei erwischt, wie er mit zwei Handys gleichzeitig telefonierte. Sein Fahrzeug lenkte der gesprächige Gefahrensucher währenddessen mit den Knien.

Tel Aviv - Die israelische Zeitung "Jediot Achronot" schrieb am Dienstag, die Beamten seien vor zwei Tagen im Bereich der Stadt Ramle bei Tel Aviv auf den Verkehrssünder aufmerksam geworden.

Der Mann, der sich in voller Fahrt ein Mobiltelefon an jedes Ohr hielt, habe eine Strafe von 500 Schekeln (knapp 100 Euro) zahlen müssen und vier Punkte im Strafregister erhalten.

Montag, 9. Juli 2007

Welker Rasen bringt Rentnerin in den Knast

Orem - Der welke Rasen im Garten von Betty Perry verstieß nach Ansicht eines Polizeibeamten gegen eine Richtlinie der Stadt Orem im US-Bundesstaat Utah. Er stoppte, um der Eigentümerin ein Knöllchen auszustellen. Dann eskalierte nach Angaben der Zeitung "Daily Herald" die Situation.

Die alte Dame weigerte sich, ihren Namen anzugeben. Der Polizist seinerseits, so schilderte es zumindest ein Sprecher nachher, wusste sich nicht anders zu helfen, als die Frau festzunehmen und aufs Revier zu bringen - zur Feststellung der Personalien. Beim Versuch, ihr Handschellen anzulegen, kam es zu einem Handgemenge. Die Rentnerin kam zu Fall, wurde von den Handschellen im Gesicht getroffen und zog sich eine Schramme im Gesicht sowie mehrere blaue Flecken am ganzen Körper zu. Dabei habe sie doch nur, so schilderte sie es der Zeitung, ihren Sohn holen wollen, damit der die Angelegenheit regele.

Der Beamte nahm die Frau trotzdem mit aufs Revier und sperrte sie in eine Zelle. Erst nach einiger Zeit sei ihm der Gedanke gekommen, dass der Name der Dame auch anders herauszufinden gewesen wäre, sagte ein Sprecher dem "Daily Herald". Daraufhin sei die Frau wieder freigekommen.

Betty Perry ist laut dem Blatt noch immer verstört von dem Zwischenfall. "Ich kann immer noch nicht glauben, dass das alles passiert ist", wird sie zitiert. Beim nächsten Zusammentreffen mit der Ordnungsmacht wolle sie auf jeden Fall freundlicher sein, sagte sie. "Und wenn ein Polizist dir sagt, dass du dich auf den Kopf stellen sollst, dann macht man das am besten."

Bei der Pflege ihres Gartens wollen ihr nun Mitglieder der Kirchengemeinde helfen. Der Beamte wurde auf unbestimmte Zeit vom Dienst suspendiert.

Mittwoch, 4. Juli 2007

Besoffener Holländer fährt Fahrrad auf Auto

Ein betrunkener Niederländer hat der Bezeichnung "blinder Passagier" eine ganz neue Bedeutung verliehen. Polizisten in der Stadt Alkmaar entdeckten ihn im Sattel eines Fahrrads auf dem Dach eines fahrenden Autos.

Der 26-Jährige hatte das Zweirad bestiegen, ohne dass dies der Wagenbesitzer und seine Frau bemerkt hätten. Zwar drangen bei einem Ampelstopp merkwürdige Geräusche durchs Dach, doch hatten sich Fahrer und Beifahrerin nach eigenen Worten dabei nichts weiter gedacht.

Das Ehepaar nahm erst Notiz von dem Schwarzfahrer, nachdem es von der Polizei gestoppt worden war. Dem ungewöhnlichen Radfahrer droht nun eine deftige Geldstrafe.