Dienstag, 27. November 2007

Mann trennte sich Arm mit Taschenmesser ab

"Ich habe mir gesagt: Ich werde hier nicht sterben!" Es ist diese Entschlossenheit, der Sampson Parker sein Leben verdankt. Als seine Hand in der Schneidetrommel seines Mähdreschers feststeckte und Hilfe ausblieb, trennte sich der Hobby-Landwirt selbst den Arm ab.

Camden - Der Mähdrescher, mit dem Sampson Parker aus dem US-Bundesstaat South Carolina ein Getreidefeld aberntete, war offenbar ein Modell älterer Bauart. Als Halme im Mähwerk fest steckten, versuchte Parker mit der Hand, sie aus den rostigen Walzen zu ziehen - und blieb stecken. Er habe um Hilfe gerufen, es sei aber niemand in der Nähe gewesen, sagt er dem US-Sender NBC. Nach anderthalb Stunden sei die Hand taub geworden.

Er habe mit einer Stange die Walzen blockiert und begonnen, mit einem Taschenmesser die Finger seiner Hand abzuschneiden. Der Stab und die laufende Maschine lösten aber mit Funkenflug ein Feuer aus. "Meine Haut schmolz wie Plastik", sagte Parker dem Fernsehsender WIS-TV.

Parker saß in der Falle - und griff erneut zum Taschenmesser, um sich den Arm abzutrennen. "Ich konnte die Nerven spüren, als ich den Arm abschnitt", sagte er.

"Ich habe nicht aufgehört zu kämpfen, ich habe gebetet", berichtete Parker, der hauptberuflich als Bauleiter arbeitet. "Als ich frei kam, bin ich aufgesprungen und weggerannt. Blut spritzte aus meinem Arm. Es war ganz schön furchterregend für eine Weile."

Er sei zu seinem Auto gelaufen und nach Hause gefahren. Dort habe ihm ein Nachbar Erste Hilfe geleistet und den Notarzt gerufen.

Der Vorfall liegt inzwischen mehrere Wochen zurück, mittlerweile gehe es ihm gut, so Parker. Er versuche, mit der Sache abzuschließen. "Es war nicht der Fehler der Maschine", sagte er. "Es war mein Fehler. Ich habe einen Fehler gemacht."

pad/AP

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