Donnerstag, 20. Dezember 2007

Chirurg fotografiert Penistätowierung seines Patienten

Er konnte dem Fotomotiv nicht widerstehen: Mitten in einer Operation zückte ein US-Chirurg sein Mobiltelefon und knipste die Genitaltätowierung seines Patienten. Dann zeigte er das Bild unter Kollegen herum - nun droht ihm ein Gerichtsverfahren.

Phoenix - Der Chirurg Adam Hansen hat während einer Gallenblasen-Operation unerlaubt die Penistätowierung seines Patienten mit dem Mobiltelefon fotografiert und die Aufnahme herumgezeigt. Der geschädigte Patient Sean Dubowik, dessen Penis eine Tätowierung der Aufschrift "Hot Rod" ziert, erwägt nun, einen Anwalt einzuschalten.

"Ich fühle mich verletzt, verraten und angeekelt", sagte der Nachtclubbesitzer Dubowik. Die Tätowierung sei das Ergebnis einer Wette über 1000 Dollar (rund 700 Euro) gewesen. "Je länger ich hier sitze, desto ärgerlicher werde ich", sagte Dubowik.

Hansen ist beurlaubt, disziplinarische Maßnahmen gegen ihn werden erwogen. Der Arzt der Mayo Klinik in Phoenix hat zugegeben, das Foto während der Operation am vergangenen Dienstag gemacht zu haben. Nachdem er es im Kollegenkreis hergezeigt hatte, verständigte jemand die Lokalzeitung "The Arizona Republic".

Dann wurde auch der 37-jährige Dubowik am Montag angerufen - der Arzt entschuldigte sich bei ihm. "Er sagte mir, er wollte nicht, dass ich davon zuerst über die Zeitung erfahre." Schmerzensgeldklagen sind in USA verbreitet. Geschädigte können auch bei erlittener seelischer Pein auf hohen Schadenersatz hoffen.

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