Donnerstag, 31. Januar 2008

Arzt bricht während OP betrunken zusammen

Gerade hatte er einem Patienten ein neues Hüftgelenk eingesetzt, dann fiel er in Ohnmacht: Ein Orthopäde aus Ulm war trotz einer beachtlichen Menge "Restalkohols" zur Operation angetreten.

Hamburg - "Das alles war ein großer Fehler. Nach dem Zusammenbruch habe ich mich selbst bei der Ärztekammer angezeigt und mir eine Auszeit verordnet", sagte der 58-jährige Professor der "Bild"-Zeitung.

Dem Bericht zufolge soll er 2, 4 Promille Alkohol im Blut gehabt haben. "Von dem Promille-Wert weiß ich nichts", sagte der Arzt. "Aber den Alkohol im Blut bestreite ich nicht. Das war wohl Restalkohol." Am Abend zuvor habe er Rotwein getrunken. "Und als ich in der Nacht nicht schlafen konnte, habe ich mit mehreren Quittenschnäpsen in den Schlaf kommen wollen." Vor der Operation am nächsten Morgen habe er auch nicht gefrühstückt.

Der Mediziner brach zusammen, als er die Wunde des Patienten gerade zunähen wollte.

Neues zum Thema: Killerspiele

Ein Gericht hat einen Mann schuldig gesprochen, seine 17 Monate alte Tochter getötet zu haben, weil sie seine Spielkonsole Xbox heruntergeworfen hatte. Die Staatsanwaltschaft vermutete, dass Tyrone Spellman 2006 seine Tochter nach diesem Vorfall verprügelte, was zu einem mehrfachen Schädelbruch bei dem Kind führte. Die schwangere Mutter schlief in dieser Zeit in einem anderen Zimmer.

Spellman floh nach der Tat zunächst aus dem Haus, gestand sie aber am nächsten Tag der Polizei. Spellman spielte täglich sechs bis sieben Stunden an der Xbox, wie Staatsanwalt James Berardinelli sagte. Er wurde wegen Totschlags und Gefährdung eines Kindes schuldig gesprochen. Er kann zu einer Haft zwischen 23 und 47 Jahren verurteilt werden. (AP/ul)

Montag, 28. Januar 2008

Der Faule ist cleverer

In Alltagssituationen zahlt sich Faulsein häufig aus. Mathematiker haben errechnet, dass man durch Nichtstun meist schneller ans Ziel kommt.

„Ist der Bus gerade weg, oder kommt er noch?“, diese Frage bringt Menschen regelmäßig in eine Zwickmühle: Soll man warten, und hoffen, dass der Bus nur eine kleine Verspätung hat, oder lieber losmarschieren und die Gefahr in Kauf nehmen, dass er an einem vorbeifährt? Rechtzeitig zum Jahr der Mathematik haben sich amerikanische Wissenschaftler der Universität Harvard und des Kalifornischen Technologie Instituts dieser kniffligen Frage angenommen, um damit den praktischen Nutzen der Zahlendisziplin unter Beweis zu stellen.

Die Forscher fanden eigenen Angaben zufolge die Antwort darauf, ob es sich lohnt, im Falle des verspäteten Busses zu Fuß den Weg zum Zielort anzutreten.

Das eindeutige Ergebnis sieht den Faulen im Recht: Die Wahrscheinlichkeit, dass der übereifrige Wanderer vom Bus überholt wird ist zu groß, erklärt Mathematiker Scott Kominers. „Im Zweifelsfall ist Warten die bessere Lösung, egal, wie frustrierend das sein kann“.

Dabei gelten allerdings Ausnahmen: Wenn das Ziel weniger als einen Kilometer entfernt ist und der Bus nur einmal pro Stunde fährt, kann sich der Fußmarsch lohnen, sagten die Wissenschaftler der Fachzeitschrift „New Scientist“.

Die Entscheidung zu laufen sollte aber in jedem Fall schnell getroffen werden. Erst eine Weile an der Haltestelle auszuharren, bevor man den Weg antritt, nur um kurz darauf von dem Bus überholt zu werden, ist die frustrierendste Möglichkeit, die eintreten kann, erklärt Kominers. „Diese Erkenntnisse haben definitiv die Art und Weise verändert, wie ich mich fortbewege“.

Frau suchte Auftragskiller im Internet

Für eine Handvoll Dollar: Mörder gesucht.
Eine 48-jährige Frau aus dem US-Bundesstaat Michigan hat bei craigslist.org eine Anzeige aufgegeben, in der sie einen Mörder suchte.

Wie zeenews.com berichtet, sollte das Opfer, die Ehefrau ihres Geliebten, für 5.000 US-Dollar ausgeschaltet werden. Drei Bewerber meldeten sich laut Gerichtsunterlagen auf das Inserat unter der Rubrik "Freie Mitarbeit". Ein Interessent erkundigte sich nach der genauen Bedeutung des Wortes "ausschalten", woraufhin die Angeklagte "sie zu töten" antwortete.

Die 48-Jährige und ihr Liebhaber hatten sich in einem Online-Kurs kennengelernt.

Donnerstag, 24. Januar 2008

Busverbot für Frau an Hundeleine

Ein Pärchen aus Großbritannien hat eine Beschwerde bei einem Transportunternehmen eingereicht, weil man ihnen die Mitfahrt im Bus verwehrte. Der Mann führte seine Verlobte an einer Hundeleine mit sich - die anderen Passagiere fühlten sich bedroht.

London - Dani Graves, 25, und seine Verlobte Tasha Maltby, 19, aus dem nordenglischen Dewsbury, reichten eine Beschwerde bei dem Busunternehmen "Arriva Yorkshire" ein, berichtet die BBC.

Die beiden Gothic-Fans, die sich strikt schwarz kleiden und schminken, haben einen besonderen Fetisch: Dani führt seine Verlobte Tasha an einer Hundeleine herum: "Sie ist ziemlich animalisch, sie ist nicht nur meine Lebensgefährtin, sondern auch so eine Art Haustier für mich", sagte Graves der BBC.

Er "tue alles" für Tasha, so Graves, er suche ihre Kleidung aus, füttere sie und mache das Haus sauber. "Von Ihrer Katze oder Ihrem Hund würden Sie ja auch nicht erwarten, dass die den Abwasch machen oder putzen", sagte Graves.

Neugierige Blicke ob ihres merkwürdigen Verhaltens seien sie gewöhnt, aber was sie nun im öffentlichen Nahverkehr erlebten, empfanden die beiden als "diskriminierend": Das Paar musste nach Beschwerden von anderen Mitfahrern zunächst einen Linienbus verlassen, dann wurde ihnen die Mitfahrt in einem anderen Bus verwehrt: "Das sind öffentliche Transportmittel. Wir hatten einen Fahrschein, wir haben alles gemacht, was vorgeschrieben ist."

"Arriva Yorkshire" kündigte an, die Beschwerde untersuchen zu wollen. Man nehme die Diskriminierungsvorwürfe sehr ernst, habe jedoch im Sicherheitsinteresse des Paares und der anderen Passagiere gehandelt: "Wenn Frau Maltby eine Leine trägt und der Bus plötzlich bremsen muss, könnte es für sie und andere gefährlich werden", sagte ein Unternehmenssprecher der BBC.

pad

Mittwoch, 23. Januar 2008

Oops: Warum eine Polizistin vor einer Schulklasse strippte

Nottingham ist nett; aber viel los ist dort nicht. Und wenn wirklich mal was Schräges geschieht?

"Nein, darüber möchte ich nicht sprechen", sagt die Frau, die alles angezettelt hat, sie ist die Mutter, heißt Saphia C., alleinerziehend, brünett, rundes Gesicht, ein freundliches Lächeln.

"Nein, darüber möchte ich nicht sprechen", sagt der Mann, der alles ausbaden muss, er ist der Schuldirektor, heißt Robin F., rosig, jovial.

"Dabei spricht halb Nottingham über nichts anderes", sagt Vivianne W., sie ist beim County Council, das den Vorfall untersuchen muss, "es ist wohl auch ein eher unkonventionelles Geschehen, oder nicht?"

Und so schweigen alle; jedenfalls fast alle.

Nottingham, in England, 286.000 Einwohner, etwa 33 190 Schüler, einer von ihnen ist Danny C., Saphias Sohn. Am 7. November 2007, um kurz vor acht Uhr morgens, grauer Himmel, verlässt Danny das Reihenhaus in Heddington Gardens und macht sich auf den Schulweg, wie jeden Morgen. Dabei ist heute ein besonderer Tag: Dannys 16. Geburtstag.

Am White Heart Pub überquert er die Mansfield Road, hält sich links. Seine Schule, die Arnold Hill School, liegt an der Gedling Road, hügelan. Danny rekapituliert seine Geschenke. Sie waren okay, nicht überraschend, aber im Großen und Ganzen das, was er wollte. Auch seine Mum ist okay; nein, eigentlich ist sie super.

Was Danny nicht weiß: dass auf ihn noch ein Geschenk wartet.

Danny ist ein freundlicher, höflicher Junge, blass, ernsthaft, vielleicht sogar ein bisschen zu introvertiert, findet seine Mutter, etwas wilder dürfte er sein. Vielleicht wird er mal studieren, irgendwas mit Natur, er interessiert sich für Tiere und den WWF, Wale, Gorillas.

Die letzte Schulstunde vor der Mittagspause bricht an. Danny sitzt in einer Klasse, in der Theaterstücke besprochen werden, als die Tür aufgeht. Eine Polizistin tritt ein. Jung, drall. Blaue Uniform, blaues Hütchen.

Eine kleine Abweichung vom Lernstoff, sagt die Lehrerin, lächelt und nickt der Polizistin zu. Und holt eine Videokamera hervor, richtet sie auf Danny.

Die Polizistin steht jetzt an der Tafel.

Einer von euch, sagt die Polizistin, ist ein gewisser - Danny? Das Geburtstagskind?

Danny, zögernd, meldet sich.

Ah! Fein! Dann komm mal her!

Danny errötet leicht, das Schicksal der Hellhäutigen.

Die Polizistin hat inzwischen eine Reitgerte hervorgeholt, und weil Danny, so sagt sie, bisher ein böser, böser Junge war, soll er sich bücken, und dann gibt sie ihm für jedes Jahr, da er böse war, einen leichten Schlag auf den Po. 16 Schläge. Patsch, patsch, patsch.

Die Schüler glotzen. Die Lehrerin filmt, ist aber womöglich in Schockstarre. Was in Danny vorgeht, darüber sollte man besser nicht spekulieren.

Aber unser Danny, sagt die Polizistin jetzt, war ja auch ein braver Junge, und deshalb - well, hier die Belohnung! Zuckersüßes Lächeln, angelt einen CD-Player aus ihrer Tasche.

Yeah, yeah, yeah, yeah ...

Es ist Britney Spears' "Oops! ... I Did It Again". Die Polizistin tanzt ein bisschen, legt ihr Hütchen ab, zieht Bluse, Rock, Strümpfe aus, tanzend, bis sie in Büstenhalter und Slip vor Danny steht, gleichmäßig gebräunt und sehr ausladend, locker BH-Körbchengröße D, werden einige Schüler später berichten, obwohl man hier ihre pubertäre Begeisterung (und den Mangel an Erfahrung) in Anschlag bringen muss.

Oops! I did it again ... singt Britney.

Die Polizistin schmiert sich Creme auf den Po. Das Geburtstagskind, sagt sie, darf mich eincremen - na los!

Sie lächelt, sie wackelt, der Po des Gesetzes - Autorität, Angst, Sex, alles in einem einzigen, einem irren Moment zusammengepresst.

Die Lehrerin lässt die Kamera sinken.

In den späten neunziger Jahren waren sie beliebt, die sogenannten stripograms und gorillagrams, ein sehr britisches Vergnügen, in Nottingham gab es massenweise sogenannte Agenturen, bei denen man jemanden buchen konnte, der aus einer Torte sprang, strippte oder im Gorillakostüm grunzend eine Party auflockerte. Der Trend ist abgeflaut, aber drei größere Event-Agenturen gibt es noch; bei einer hatte Dannys Mutter einen Gorilla bestellt, weil Danny Tiere liebt, und alles mit der Lehrerin besprochen, und die hatte versprochen, den kleinen Spaß zu filmen. Was Dannys Mutter nicht bestellt hatte, war eine strippende Polizistin - bei der Agentur hatte jemand die Termine verwechselt.

Moooment!, ruft jetzt die Lehrerin. Ich bin nicht sicher, sagt sie, dass wir so fortfahren sollten, und sie winkt die Polizistin streng mit sich raus aus dem Raum, und zurück bleiben die Schüler, stumm, und Geburtstagskind Danny.

Der Direktor und die Theater-Lehrerin beschworen die Schüler, gegenüber den Medien dichtzuhalten; aber die Story war einfach zu erzählenswert. Einige Eltern zeigen sich über den Vorfall absolut not amused, das Council untersucht nun, wer Schuld hat, die Mutter, die Schule, die Agentur oder alle zusammen. Danny aber, beschenkt mit einer Geschichte fürs Leben, fand die Show im Nachhinein okay oder sogar super.


Von Ralf Hoppe

Samstag, 19. Januar 2008

Freitag, 18. Januar 2008

Das muss liebe sein: Chinesin filmt Ermordung ihres Liebhabers

Eine chinesische Studentin hat blutige Rache an ihrem verheirateten Liebhaber genommen: Sie filmte dessen Ermordung und die anschließende Zerstückelung seiner Leiche.

Peking - Die 19-Jährige, ihr Freund und ein Komplize seien mittlerweile festgenommen worden, berichtete die Tageszeitung "Southern Metropolis". Dem Bericht zufolge tötete ein Freund der Frau im vergangenen Monat den 39-Jährigen und zerlegte dann die Leiche "in Hunderte Stücke", während die Chinesin die Tat filmte. Das Motiv sei Hass gewesen. Mit der Zerstückelung hätten die Täter außerdem die Identität des Opfers verschleiern wollen.

Dem Bericht zufolge lernte die Chinesin, die in der südwestlichen Provinz Yunnan studierte, ihr Opfer in einem Club kennen. Sie habe dort als Hostess gearbeitet.

Mittwoch, 9. Januar 2008

Hund erschießt Herrchen

Der Jagdausflug eines Waidmannes aus dem texanischen Chambers hat ein tragisches Ende genommen. Den 46-Jährigen traf ein Schuss aus der eigenen Waffe - ausgelöst von seinem Hund.

Houston - Bei der Wildgansjagd hatte der Mann einen der Vögel erlegt und wollte seinen Hund aus dem Wagen lassen, damit dieser die Gans apportiere. Wie das zuständige Sheriffsbüro von Chambers in Texas unter Berufung auf einen Jagdkameraden des Opfers mitteilte, stellte der Jäger sein Gewehr ab, um die Tür des Autos zu öffnen.

Als der Hund begeistert aus dem Wagen gesprungen sei, sei er gegen das Gewehr gekommen, ein Schuss habe sich gelöst und den Hobby-Jäger im Oberschenkel getroffen. Der Freund brachte ihn noch ins Krankenhaus, allerdings war die Arterie des Mannes so schwer verletzt, dass er nicht mehr gerettet werden konnte.

pad/AFP

Dienstag, 8. Januar 2008

Paar stirbt nach 70 Jahren Ehe am selben Tag

Als sie starb, hörte auch sein Herz auf zu schlagen: Nach mehr als 70 Jahren Ehe ist ein syrisches Paar am selben Tag gestorben.

Damaskus - Der 95 Jahre alte Mann aus einem Dorf in der Provinz Idlib hat nach dem Tod seiner 90-jährigen Frau keine 24 Stunden mehr gelebt, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur SANA. Noch während der Vorbereitungen für ihre Bestattung starb auch er an Altersschwäche.

Um das Paar trauern 66 Enkel.