Dienstag, 18. September 2007

Gott wegen Terrorismus angezeigt

Wirklich viel passiert nicht im US-Bundesstaat Nebraska. Da kann man schon mal auf komische Gedanken kommen. Ein Politiker aus Nebraska hat nun Strafanzeige gegen jemanden gestellt, den er für "Tod, Zerstörung und Terror" verantwortlich macht - Gott höchstpersönlich.

Ein Abgeordneter des Parlaments im US-Staat Nebraska hat eine Strafanzeige gegen Gott gestellt. Ernie Chambers macht geltend, dass Gott für terroristische Drohungen verantwortlich sei, Angst verbreite und "unter Abermillionen von Erdbewohnern Tod, Zerstörung und Terror" verursacht habe. Eingereicht wurde die Klage im Bezirk Douglas. Chambers hält das dortige Gericht für zuständig, da Gott überall sei.

Der Senator will mit seinem Vorstoß nach eigenen Angaben die abstrusen Seiten des amerikanischen Rechtswesens deutlich machen, in dem jeder jeden verklagen könne. Gott hat er sich ausgesucht, weil er ohnehin religionskritisch eingestellt ist und während der Parlamentssitzungen die morgendliche Gebetsrunde schwänzt. Gott habe Wirbelstürme, Überschwemmungen und Tornados verursacht, erklärte Chambers. Dies wolle er jetzt wenigstens mit einer Einstweiligen Verfügung stoppen.

AP

Mittwoch, 12. September 2007

Einbrecher vergnügt sich mit Sex-Telefonaten

Dreister geht es kaum noch: Ein Einbrecher hat sich in Neuseeland zwei Stunden lang an Sex-Hotlines amüsiert, ehe er das Haus, in das er eingestiegen war, auch noch vollständig ausräumte. Die Eigentümerin schlief derweil im Nebenzimmer.

Wellington - Die 85 Jahre alte Hausherrin bemerkte den Diebstahl von Fernseher, Kamera und Telefon erst am nächsten Morgen, wie eine neuseeländische Zeitung heute berichtete. Der größere Schock kam jedoch einige Wochen später mit der Telefonrechnung: Acht Gespräche mit Sex-Nummern für insgesamt 138 Neuseeland-Dollar (umgerechnet etwa 70 Euro) waren dort aufgelistet. Schon zuvor hatte sich der vorbestrafte Einbrecher in einem anderen Haus erst am Telefon verlustiert und dann die Einrichtung mitgehen lassen.

jdl/dpa

Britisches Paar lebt seit 22 Jahren im Motel

London - Leben wie im ewig andauernden Urlaub: David Davidson und seine Frau Jean wohnen seit 22 Jahren in einem Motel und haben bisher mehr als 100.000 Pfund (147.000 Euro) dafür ausgegeben, obwohl sie immer noch eine eigene Wohnung in Sheffield besitzen.

Während des Besuchs einer kranken Tante übernachtete das Paar 1985 zum ersten Mal in dem Travelodge-Motel - und blieben. "Wir bekommen einen Superpreis, haben unser persönliches Zimmermädchen, und unsere Bettwäsche wird regelmäßig gewaschen. Was will man mehr?", sagte der inzwischen 79-jährige ehemalige Seemann der britischen Marine, wie britische Medien berichten.

Sie genössen den Ausblick auf den Parkplatz und der dahinter liegenden, Tag und Nacht von Lastwagen befahrenen Ausfahrt der Schnellstraße A1 zwischen London und Edinburgh, versicherte Davidson: "Da ist immer was los." In ihre alte Wohnung kehrten sie nur zurück, um ihre Post abzuholen.

Zu Ehren seiner treuesten Kunden benannte das Motel in der Nähe von Grantham deren Zimmer inzwischen in die "Davidson's Suite" um.

abl/AFP

Dienstag, 11. September 2007

Selten blöder Handy-Klau

Ein Handy-Dieb sitzt seelenruhig mit seiner Beute in der Kneipe, nur ein paar Meter vom Bestohlenen entfernt. Bis dieser auf die Idee kommt sein eigenes Handy anzurufen - und der Dieb nebenan brav abnimmt.

Selten dämlich hat sich ein Handy-Dieb in Wiesbaden am Tatort selbst verraten. In einer Kneipe meldete er sich persönlich an dem geklauten Telefon, als der verzweifelte Eigentümer dessen Nummer wählte. Der kurz zuvor Bestohlene saß nur einige Barhocker weiter am Tresen. Die herbeigerufene Polizei stufte das Verhalten des Diebes "auf den ersten Blick als etwas unüberlegt". In der nahen Wohnung des Diebes fand sich auch noch der Rucksack des Bestohlenen, denn der Langfinger hatte seine Beute zwischenzeitlich nach Hause gebracht, war dann aber mit dem Handy in der Tasche in die Kneipe zurückgekehrt.

Donnerstag, 6. September 2007

Navi für Frauen

Garmin (Halle 8.1, Stand 113) hat auf der IFA ein Navigationsgerät vorgestellt, das die weibliche Kundschaft begeistern soll. Das bislang noch namenlose Navigationsgerät unterscheidet sich technisch nicht von der Nüvi-200-Serie: Es besitzt einen 240 × 320 Pixel großen Bildschirm und enthält außer der Navigtionssoftware samt Kartenmaterial für Westeuropa oder Deutschland, Österreich und die Schweiz auch einen Bildanzeiger und bringt einen Taschenrechner mit.

Im Unterschied zur bereits im Handel erhältlichen Standardausgabe in Einheitsgrau färbt Garmin die Damen-Variante in Pink ein und legt eine Schutzhülle mit ebenso eingefärbter Plüscheinlage bei. Ob das als Kaufargument für die weibliche Kundschaft ausreicht, wird sich allerdings erst zeigen müssen: Im vierten Quartal dieses Jahres will Garmin die Navi-Hilfe für Frauen auf den Markt bringen. Je nach Umfang des Kartenmaterials soll das Navi-Gerät 200 bis 250 Euro kosten.
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(dal/c't)

Montag, 3. September 2007

Schwein unter Polizeischutz

Mit einem außergewöhnlichen Fall von Ehestreitigkeiten hat es die Polizei im baden-württembergischen Linkenheim-Hochstetten zu tun bekommen: Eine Frau bat um polizeilichen Schutz für das Hängebauchschwein, das ihr gemeinsam mit ihrem getrennt lebenden Ehemann gehört. Er wolle das Tier töten lassen, erklärte sie. Die Ordnungshüter nahmen folglich Kontakt mit dem Mann auf.

Der Mann gab an, dass seine Ehefrau das Tier bei ihrem Auszug zurückgelassen und sich nicht weiter darum gekümmert habe. Weil außerdem aus dem angeblichen Zwergschwein zwischenzeitlich ein stattlicher Brocken von gut 50 Kilogramm geworden sei, könne er nicht für eine artgerechte Haltung sorgen. Ein Tierpark habe die Aufnahme des Hängebauchschweins zudem abgelehnt, weshalb er einen Metzger bestellt habe.

Die Beamten konnten ihn dazu bewegen, den Auftrag rückgängig zu machen, und überzeugten ihn, dass seine Frau sich noch im Verlauf des Wochenendes um das Tier kümmern werde. Ob die Ehefrau ihrem Versprechen auch tatsächlich nachkam, war laut Polizei nicht bekannt.